Blick auf Erfurt von der Zitadelle. Foto in Blautönen

Nebenklagevertretung im Missbrauchsverfahren vor dem Landgericht Erfurt

Vor dem Landgericht Erfurt wurde Anfang Februar in einem aufsehenerregenden Strafverfahren gegen einen ehemaligen Lehrer wegen zahlreicher Fälle des sexuellen Missbrauchs sowie zwei Fälle von Vergewaltigung verhandelt. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Nebenklagevertreter beantragten in ihren Schlussvorträgen die Verhängung einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Über das Verfahren wurde überregional in der Presse berichtet, unter anderem in der Süddeutschen Zeitung.

Eine der Nebenklagerinnen wurde in dem Verfahren durch unsere Kanzlei vertreten. Rechtsanwältin Luise Pietsch betreute das Verfahren als Nebenklagevertreterin vorrangig im Gerichtssaal und begleitete die Hauptverhandlung kontinuierlich. Rechtsanwältin Tanja Lucke hielt den Schlussvortrag.

Die Kanzlei vertrat dabei die Interessen der Geschädigten mit besonderem Fokus auf eine konsequente strafrechtliche Aufarbeitung sowie die umfassende Wahrung der prozessualen Rechte der Nebenklägerinnen.

Mit Urteil des Landgerichts Erfurt vom 06.02.2026 wurde der Angeklagte für 69 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Hinsichtlich der erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe sprach das Gericht den Angeklagten frei. Gegen das Urteil wurde Revision eingelegt, um eine rechtliche Überprüfung der Entscheidung durch den Bundesgerichtshof zu erreichen.

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